FAQ – Häufig gestellte Fragen

Allgemeines:

Wie sind Ihre Öffnungszeiten?

Büro Nürnberg
Montag bis Freitag
10.00 bis 17.30 Uhr
(25. Oktober bis 14. April)

 

Büro/Basis 1, Kleiner Brombachsee
täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
auch am Wochenende und Feiertagen
(15. April bis 24. Oktober)

 

Basis 2, Großer Brombachsee
Mi., bis So., 10.00 bis 18.00 Uhr
(1. April bis 31. Oktober. Bayr. Ferien
und Feiertage auch Mo. und Di.; )

Wo finde ich Anfahrtspläne?

Sie finden die Anfahrtspläne auf dieser Internetseite. Die Pläne stehen auch zum Download zur Verfügung.

Standorte

Wie kann ich mich anmelden?

Die Anmeldung zu unseren Kursen und Törns muss schriftlich erfolgen, entweder persönlich, online, per Telefax oder per Post. Hier finden Sie die entsprechnden Formulare: Anmeldung

 

Bis wann sollte ich mich anmelden?

Wir können leider selbst nicht abschätzen, ob und wann unsere Kurse ausgebucht sein werden. Manchmal ist es möglich, sich noch kurzfristig (z.B. am Tag zuvor) zu einem Kurs anzumelden, manche Kurse sind schon Wochen vor Kursbeginn ausgebucht. Leider haben wir keine Erfahrungswerte, bis wann Sie sich anmelden müssen, da der Buchungsstand unserer Kurse von Saison zu Saison variiert.

Führerscheine:

Brauche ich überhaupt einen Führerschein?

Zunächst ist zu unterscheiden zwischen Motor- und Segelbootführerscheinen.
Motorbootführerscheine
sind ab 11,03 kW Leistung (15 PS) amtlich vorgeschrieben. auf dem Rhein ab 3,68 kW (5 PS). Auf Binnengewässern (Main, Rhein, Donau, etc.) ist der Sportbootführerschein-Binnen, auf Küstengewässern (Ostsee, Nordsee, etc,) der Sportbootführerschein-See notwendig.
Segelführerscheine
sind auf Binnen- und Küstengewässern der BRD nicht amtlich vorgeschrieben. Es empfiehlt sich jedoch, die entsprechenden Segelführerscheine zu besitzen, aus folgenden Gründen:

  • Der Sicherheit wegen! Wer käme schon auf die Idee, ein Sportflugzeug zu führen, ohne die notwendige Befähigung zu besitzen?! Man muss sich also mit der Führung einer Jolle, oder einer Yacht vertraut machen. Wenn man dann schon eine Segelschule besucht und lernen muss, warum nicht gleich die Prüfung für den Segelführerschein machen? Man motiviert sich erstens, weil man die Prüfung als Ziel vor Augen hat und man erhält zweitens mit dem Segelschein einen Befähigungsnachweis. Glaubhafter kann man seinen Crewmitgliedern, die sich einem anvertrauen wollen, oder einem Vercharterer seine Segelkenntnisse nicht nachweisen.
  • Der Haftung wegen. Was ist, wenn doch einmal etwas passiert? Die Versicherungen versuchen ja gerne, sich ihrer Verantwortung zu entziehen. Sie unterstellen dem Schiffsführer, er hätte grob fahrlässig gehandelt, weil er nicht die notwendige Befähigung für das Führen des Sportbootes besessen hätte. Ohne entsprechenden Führerschein, hat man da sicher gewisse Probleme, das Gegenteil zu beweisen.
  • Alle seriösen Vermieter von Segeljollen und Vercharterer von Segelyachten verlangen einen entsprechenden Segelführerschein, auch wenn er amtlich nicht vorgeschrieben ist. Erstens tragen sie einen gewissen Anteil der Verantwortung für die Sicherheit der Crewmitglieder und anderer Verkehrsteilnehmer mit und zweitens möchten Sie ihr Boot oder ihre Yacht in erfahrenen Händen wissen. Die wenigen Vermieter, die ein Segelboot ohne entsprechenden Erfahrungsnachweis des Schiffsführers vermieten, nehmen den technischen Zustand ihrer Schiffe genauso wenig ernst, wie Sicherheit der an Bord befindlichen Personen!
  • Bei Segelregatten des Deutschen Segler Verbandes (DSV) wird grundsätzlich ein Segelführerschein verlangt.
  • Zum Führen von gewerbsmäßig genutzten Sportbooten in Küstengewässern sind der Besitz des SKS bzw. des SSSamtlich vorgeschrieben.

Welche Führerscheine gibt es für Binnengewässer (Flüsse, Kanäle, Seen)?

Hier gilt der Sportbootführerschein-Binnen (SBF-Binnen). Es gibt diesen Führerschein für die Antriebsarten

  • unter Motor
  • unter Segel
  • unter Segel und Motor

Der Führerschein gilt für alle Sportboote unter 15 Meter Länge.
Der SBF-Binnen unter Motor ist amtlich vorgeschrieben für motorisierte Sportboote auf Binnengewässern mit mehr als mehr als 11,03 KW (15 PS) Leistung, auf dem Rhein ab 3,68 kW (5 PS). Der SBF-Binnen wird in allen Ländern für den Binnenbereich anerkannt.
Der SBF-Binnen unter Segel ist ein freiwilliger Führerschein. Er ist jedoch für Segelregatten notwendig und wird von den meisten Bootsvermietern als Befähigungsnachweis verlangt. Der VDS- Segelschein „Jolle/offenes Kielboot“ ist eine Altenative zu o.g. Segelschein.

Siehe dazu unsere Übersicht: Sportbootführerscheine in der BRD

Welche Führerscheine gibt es für Küstengewässer?

Hier gelten der Sportbootführerschein-See (SBF-See) für Sportboote unter Motor und der Sportküstenschifferschein (SKS) für Sportboote unter Segel und Motor.
Der SBF-See ist für motorisierte Sportboote mit mehr als 11,03 KW (15 PS) auf deutschen Seeschifffahrtsstraßen (3 Seemeilenzone) amtlich vorgeschrieben. Er gilt für Sportboot unabhängig von der Größe der Yacht oder der Leistung des Motors. Er wird in allen Ländern als äquivalenter Führerschein für den Küstenbereich anerkannt.
Der SKS hat einen Geltungsbereich von 12 Seemeilen vor der Küste. Den SKS gibt für Motoryachten (unter Motor) oder für Segelyachten (unter Motor und Segel). Er ist ein amtlicher freiwilliger Schein, wird allerdings von den meisten Vercharterer von Yachten als Befähigungsnachweis verlangt. Der SKS kann nur von Inhabern des SBF-See erworben werden. Der SKS ist vorgeschrieben zum Führen von gewerbsmäßig genutzten Sportbooten in Küstengewässern bis 12 Seemeilen.

Der Segelschein Yacht des Verbandes Deutscher Sportbootschulen (VDS) ist eine Alternative für den SKS.
Der Sportseeschifferschein (SSS) und der Sporthochseeschifferschein (SHS) sind lt. § 15 der SeeSportbootVO gesetzlich vorgeschrieben für Skipper eines gewerblich genutzten Sportbootes (z.B. Ausbildung oder ähnliche Sport- und Freizeitzwecke) sowie für Skipper von Traditions- oder Museumsschiffen (von 15 bis 25 Meter Länge). Der Geltungsbereich des SSS umfasst die Küste bis zu einer Entfernung von 30 sm vom Ufer, zusätzlich die Seegebiete der Nord- und Ostsee, des Kanals, des Bristolkanals, der Irischen und Schottischen See sowie des Mittelmeers und des Schwarzen Meeres. Der SHS gilt auf allen Weltmeeren.

Siehe dazu unsere Übersicht: Sportbootführerscheine in der BRD

Welchen Motorbootführerschein brauche ich?

Für Binnengewässer (z.B. Main, Rhein, Donau) ist der Sportbootführerschein-Binnen, für den Küstenbereich (Ost- und Nordsee) ist der Sportbootführerschein-See jeweils ab einer Motorleistung von mehr als 11,03 kW (15 PS) amtlich vorgeschrieben. Wer beide Reviere befahren möchte, muss also im Besitz beider Führerscheine sein.
Wenn Sie beide Führerscheine erwerben möchten, empfehlen wir Ihnen, zunächst den Kurs SBF-See zu belegen und ihn im Anschluss um den Zusatzkurs SBF-Binnen zu erweitern. Der Zusatzkurs verkürzt sich dann auf einen Abend, da ein großer Teil des Stoffes identisch ist. Außerdem wird Ihnen die praktische Prüfung des SBF-See für den Binnenschein angerechnet.

Welchen Führerschein brauche ich am Bodensee?

Am Bodensee gilt für die drei Anliegerstaaten die Verordnung über die Schifffahrt auf dem Bodensee, kurz Bodensee-Schifffahrtsordnung. Für Boote mit mehr als 4,4 kW (6 PS) ist das Bodenseeschifferpatent Kategorie A notwendig (Mindestalter 18 Jahre), für Segelboote ab 12 qm Segelfläche das Bodenseeschifferpatent Kategorie D (Mindestalter 16 Jahre). Für motorisierte Segelboote werden beide Patente (A + D) verlangt.
Befristet anerkannt wird der Sportbootführerschein. Die Anerkennung ist durch eine Bescheinigung der Landratsämter Konstanz, Friedrichshafen oder Lindau nachzuweisen. Sie darf jedoch höchstens für die Dauer eines Monats innerhalb eines Jahres ausgesprochen werden. Das Gastpatent kostet ca. € 24,–.

  • Landratsamt Konstanz, Schifffahrtsamt, Benediktinerplatz 1, 78467 Konstanz, Tel.: 07531-8000
  • Landratsamt Friedrichshafen, Schifffahrtsamt, Glärnischstr. 1-3, 88041 Friedrichshafen, Tel.: 07541-2040

Landratsamt Lindau, Schifffahrtsamt, Stiftsplatz 4, 88131 Lindau, Tel.: 08382-2700Die Bodenseeschiffer-Patente können in Sportbootführerschein-Binnen umgeschrieben werden.  Der SBF-Binnen kann nicht in das Bodenseeschifferpatent umgeschrieben  werden. Die Praxis wird zwar anerkannt, die Theorieprüfung für die Bodensee-Gesetzes- und Revierkunde muss jedoch abgelegt werden.

 

 

Gelten die deutschen Führerscheine auch im Ausland?

Ja. In fast allen Staaten, in denen Führerscheinpflicht besteht, werden die deutschen Führerscheine anerkannt (z.B.: Italien, Kroatien, Slowenien, Spanien, Portugal, Türkei, Niederlande).

Gilt mein alter DDR-Führerschein noch?

Zunächst ist keine Umschreibung nötig, da im Einigungsvertrag festgelegt wurde, dass die Scheine weiter gelten. Aber außerhalb von Deutschland kann es passieren, dass die Scheine nicht anerkannt werden, so dass eine Umschreibung gegebenenfalls doch sinnvoll ist. Die Umschreibung erfolgt über den Koordinationsausschuss des DSV und DMYV: Gründgensstraße 18, 22309 Hamburg, Tel. (040) 6320090, dsv.org

Ausbildung:

Gibt es Entscheidungshilfen, für die Auswahl der richtigen Schule?

CKECKLISTE:

  • Ist die Schule vom Deutschen Segler-Verband (DSV) und vom Deutschen Motoryachtverband (DMYV) anerkannt und erfüllt dessen Ausbildungs- und Sicherheitsstandards? Eine Liste der anerkannten Ausbildungsstätten finden Sie hier: DSV  DMYV
  • Ist die Schule Mitglied im Verband Deutscher Sportbootschulen (VDS)? VDS
  • Führt die Schule das QAW-Qualitätssiegel?
  • Verfügt die Schule über langjährige Erfahrung in der Wassersportausbildung?
  • Hat die Schule ein regelmäßig besetztes Büro?
  • Verfügt die Schule über adäquate Unterrichtsräume?
  • Finden Sie detaillierte Informationen über die Schule und deren Angebot? Werden Termine und Preise genannt?
  • Beschäftigt die Schule festangestellte Lehrer oder ausschließlich freie Mitarbeiter (Schüler, Studenten, Rentner)?
  • Bietet die Schule ein umfassendes Angebot (alle Führerscheine, Kurse für Kinder und Erwachsene, weiterführende Kurse, Segelbootverleih, etc.)?
  • Besitzt die Schule einen umfangreichen Bootspark?
  • Verfügt die Ausbildungsyacht über das Sicherheitszeugnis der Berufsgemossenschaft Verkehr?
  • Setzt die Schule moderne Unterrichtsmedien ein?
  • Gibt es schuleigenes Lehrmaterial?
  • Können Sie verpasste Theorietermine kostenlos nachholen?
  • Sind die Preise angemessen?
  • Sind Unterrichtssort und Termine für Sie günstig?

Ist es schlimm, wenn ich an manchen Kursterminen nicht kommen kann?

Bei den Theoriekursen, die an mehreren Abenden stattfinden ist das nicht unbedingt ein Problem. Zu allen Sportbootkursen gibt es ein Lehrbuch und ein von uns erstelltes Skript, das einen Stoffverteilungsplan enthält. Sie wissen also, was an welchen Terminen behandelt wird und können den Stoff mit Hilfe des Lehrbuches selbst erarbeiten. Sie müssen allerdings einen zeitlichen Mehraufwand einkalkulieren.
Es gibt jedoch Kurse, bei denen Ihre Teilnahme an bestimmten Terminen unbedingt zu empfehlen ist, da hier die Inhalt nicht so ohne weiteres im Eigenstudium nachzuarbeiten sind:

Sportbootführerschen-See: Am dreitägigen Crashkurs ist der erste Tag der wichtigste.
Sportküstenschifferschein: 3. und 5. Abend (Doppelpeilung, Abdrift und Strom, Gezeitenkunde, Gezeitenströmung)
Sportseeschifferschein: Vor allem die Termine an denen Navigation behandelt wird.
Short Range Certificate: Am zweiitägigen Crashkurs ist der erste Tag der wichtigste (Theoretische Grundlagen, Funkgerät und DSC-Controller, Aufbau von Funksprüchen)
Segelgrundkurs: Die ersten drei Kurstage (hier werden aufeinander aufbauend die grundlegenden Manöver und die dazugehörige Theorie behandelt)

Kann ich verpasste Kurstermine nachholen?

Verpasste Theorietermine, können Sie in einem anderen Kurs kostenlos nachholen. Sie können einen Theoriekurs, den Sie wegen Krankheit oder Arbeit unterbrechen müssen, ohne Mehrkosten später fortsetzen. Dies gilt jedoch nur für Theoriekurse, Segel- und Motorbootpraxis sind davon ausgenommen.

Was passiert, wenn ich an dem angegebenen Prüfungstermin verhindert bin?

Sie können natürlich auch an einer späteren Prüfungen teilnehmen. Die Prüfungstermine finden Sie auf der Homepage der entsprechenden Prüfungsausschüsse. Praxisprüfungen für SBF-Binnen, SBF-See und SKS, müssen jedoch an Terminen erfolgen, an denen wir unser Motorboot bzw. unsere Segelboote bereit gestellt haben. Diese Prüfungstermine finden Sie auf dieser Homepage bei den Kursbeschreibungen.

Wie hoch sind Ihre Erfolgsquoten bei Führerscheinprüfungen?

Seit Gründung unserer Schule (01.04.89) haben unsere Kursteilnehmer die Prüfung auf Anhieb bestanden (Stand: Dezember 2016):

98,4% Sportbootführerschen-Binnen Segel-Praxis
98,0%   Sportbootführerschen-Binnen Theorie
93,5%  Sportbootführerschen Binnen und See (Theorie und Praxis):
90,9% Sportküstenschifferschein Theorie

96,9% Sportküstenschifferschein Praxis
Sportseeschifferschein Theorie:
41,5% (alle 4 Pürungsfächer auf Anhieb)
19,8% (3 von 4 Fächern)
18,2% (2 von 4 Fächern)
1,2% (2 von 3 Fächern)
1,8% (1 von 3 Fächern)
8,9% (1 von 4 Fächern)
90,5% Sportseeschifferschein Praxis:
Sporthochseeschifferschein
54,6% (alle 3 schriftlichen Fächer)
24,2% (2 von 3 Fächern)
6,1% (1 von 3 Fächern)
6,1% (1 von 2 Fächern)
92,6% (mündliche Prüfung Seemannschaft)
97,7% Sprechfunkzeugnis
96,2% Durchschnitt aller Prüfungen

Was passiert, wenn ich eine Prüfung nicht bestehe?

Jede Prüfung kann wiederholt werden. (Bei SKS frühestens 4 Wochen später, beim SSS und SHS fühestens nach zwei Monaten) . Bestandene Teilprüfungen müssen nicht wiederholt werden.

Woher bekomme ich das Lehrmaterial?

Die Kursunterlagen und das Lehrmaterial erhalten Sie bei Kursbeginn. Wenn Sie möchten, können Sie auch das Lehrbuch vorab bei uns im Shop oder bei AMAZON kaufen. Die von uns empfohlenen Lehrbücher (und den direkten Link zu AMAZON) finden Sie unter der Kursbeschreibung.

Wer meldet mich zur Prüfung an?

Informationen zur Prüfungsanmeldung erhalten Sie mit unserer Buchungsbestätigung. Welche Unterlagen zur Prüfung erforderlich sind und wie hoch die Prüfungsgebühren sind, finden Sie in der entsprechenden Kursbeschreibung. Dort können Sie auch die notwendigen Formulare downloaden. Beachten Sie bitte, dass die Anmeldung mit allen geforderten Unterlagen rechtzeitig, vollständig und korrekt ausgefüllt bei der Prüfungskommission vorliegen muss. Beim SBF-Binnen und SBF-See ist ein ärtliches Attest notwendig. Leider werden die ärztlichen Atteste oft falsch ausgefüllt. Wir bitten Sie, sich rechtzeitig darum zu kümmern und uns eventuell schon vor Kursbeginn eine Kopie per Fax zu senden, damit wir das Attest prüfen können.

Segel-Einsteiger:

Ich bin noch nie gesegelt. Wie gehe ich vor?

Der richtige Kurs für Sie ist der Segelgrundkurs (GR). Es sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig. Diese Segelkurse sind für „Einsteiger“ im Alter von 12 bis 90 Jahren gedacht, die das Segeln unter Betreuung eines Segellehrers kennenlernen und die theoretischen und praktischen Grundkenntnisse erlernen möchten. Sie bilden gleichzeitig die Basis für alle weiterführenden Segelkurse.
Sie können die Ausbildung mit einer Prüfung abschließen und den VDS-Grundschein erwerben, oder gleich mit dem Kurs zum amtlichen Sportbootführerschein weitermachen.
Für Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren bieten wir Segelkurse mit Optimisten an.

Segelgrundkurse

Segelkurse für Kinder

Ich bin bereits mitgesegelt oder verfüge über geringe Segelkenntnisse

Auch wenn Sie bereits über Segelerfahrung verfügen, empfehlen wir Ihnen, den Segelgrundkurs (GR) zu belegen. Hier lernen Sie das Segeln von der Pike auf und erhalten das Rüstzeug für den Aufbaukurs, der auf die Prüfung zum Sportbootführerschein-Binnen unter Segel vorbereitet. Segel-Grundkurse

Ich habe schon einmal einen Segelkurs besucht und möchte jetzt den Segelführerschein erwerben

Sie können unter Umständen den Segelgrundkurs überspringen. Zur Vorbereitung auf die Praxis- und Theorieprüfung des Sportbootführerschein-Binnen unter Segel benötigen Sie dann den Aufbaukurs (AP) und den Theoriekurs (AT oder AC). Die Prüfung wird von dem zuständigen Prüfungsausschuss abgenommen und besteht aus einem theoretischen und aus einem praktischen Teil. Beide Teilprüfungen können einzeln, in beliebiger Reihenfolge und innerhalb von 12 Monaten abgelegt werden.
Es spielt keine Rolle, mit welchem Teil der Ausbildung und Prüfung begonnen wird. Unsere Kurse sind so konzipiert, dass Sie als sowohl mit dem Theoriekurs als auch mit dem Praxiskurs einsteigen können.
Fall Sie den Segelgrundkurs überspringen möchten, prüfen Sie bitte, ob Ihre Kenntnisse für den Aufbaukurs wirklich ausreichend und vollständig sind. Beachten Sie, dass die Kursinhalte und das Ausbildungsniveau bei den einzelnen Segelschulen sehr unterschiedlich sein können. Einen Anhaltspunkt über die Voraussetzungen für unseren Aufbaukurs finden Sie in der nachfolgenden Aufstellung unserer Grundkurs-Inhalte. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie diese Voraussetzungen erfüllen, empfehlen wir Ihnen, die Praxisausbildung mit dem Grundkurs zu beginnen. Das gleiche gilt, wenn Ihr Grundkurs länger als ein Jahr zurückliegt und Sie dazwischen keine Segelpraxis sammeln konnten. Es besteht auch die Möglichkeit, Einzelunterricht mit einem Segellehrer zu buchen. Die Kosten dafür betragen € 40,– pro Stunde, zuzüglich Bootsmiete.
Hier die Inhalte unserer Grundkurse:
Theorie:
Begriffe (Lee/Luv, Stb./Bb., Abfallen, Anluven, etc.), Bestandteile eines Schiffes;
Wahrer/scheinbarer Wind; Kurse zum Wind; Unterschied Wende/Halse; Kommandos; Sitzposition; Wende; Kreuzen; Beidrehen; Ausweichregeln; Q-Wende; Halse; Aufschießer; Fahrtaufnehmen nach Aufschießer; Nahezuaufschießer; Aerodynamik; richtige Segelstellung; Kurshalten (wenn der Wind raumt oder schralt); Verhalten bei Krängung; Reffen; Kreis fahren; Boje-über-Bord mit Q-Wende; An- und Ablegen an der Boje, am Motorboot und am Steg; Jolle checken, aufklaren und slippen; Aufrichten einer gekenterten Jolle
Praxis:
Gefühl für Ruder; Kurshalten; Lee und Luv; Sitzposition (Steuermann in Luv): Anluven und Abfallen; Kurse zum Wind; Wende; Beidrehen; Festmachen des Bootes am Steg; Segel setzen, bergen, zusammenlegen; Q-Wende; Aufschießer; Fahrtaufnehmen nach Aufschießer; Halse; Boje-über-Bord mit Q-Wende; An- und Ablegen; Kreis fahren
Knoten:
Achtknoten; Kreuzknoten; Belegen auf der Klampe; Halbe Schläge mit doppelter Leine; einfacher Schotstek; doppelter Schotstek; Webeleinstek; 1½ Rundtörn mit zwei halben Schlägen; Palstek; Leine werfen.
Eine Alternative zum Sportbootführerschein-Binnen unter Segel ist der „Segelschein Jolle/offenes Kielboot“ des Verbandes deutscher Sportbootschulen e. V. (VDS). Die Inhalte der Ausbildung sind identisch (Grundkurs und Aufbaukurs).

Ich möchte im Küstenbereich segeln. Welche Ausbildung brauche ich?

Um eine Yacht im Küstenbereich segeln zu können, brauchen Sie mindestens folgende Sportbootführerscheine:

  • Mindestens den Segel-Grundschein, besser wäre der Sportbootführerschein-Binnen unter Segel, oder alternativ dern Segelschein Jolle/offenes Kielboot  (hier lernen Sie das Segeln von der Pike auf).
  • Sportbootführerschein-See (für Motorboote und motorisierte Segelyachten ab 15 PS amtlich vorgeschrieben).
  • Sportküstenschifferschein oder alternativ Segelschein Yacht des VDS (Segelführerscheine für Küstengewässer, amtlich nicht vorgeschrieben aber unbedingt notwendig).

SBF-Binnen-Segel:

Ich besitze den SBF-Binnen-Motor. Was wird für den SBF-Binnen-Segel angerechnet

Wer im Besitz des SBF- Binnen unter Motor ist (SBF = Sportbootführerschein), bekommt in der Theorieprüfung für den SBF-Binnen unter Segel den Theorieteil „Allgemeine Fragen“ (Teil A) angerechnet. Es werden also nur die Segel-Theoriefragen (Teil C) geprüft. Der SBF-Binnen unter Motor muss jedoch nach dem 01.08.1989 ausgestellt sein. Zum Antrag auf Prüfungszulassung muss eine Kopie des SBF-Binnen unter Motor beigefügt werden.

Wie verläuft die Ausbildung, womit fange ich an?

Unsere Ausbildung zum Sportbootführerschein-Binnen gliedert sich in vier Teile
1) Theorie
2) Grundkurs (Praxis, Stufe I)
3) Aufbaukurs (Praxis, Stufe II)
4) Motorbootpraxis
Sie können die einzelnen Kursbausteine individuell zusammenstellen und bleiben dadurch sehr flexibel bei der Termingestaltung.
Es spielt keine Rolle, ob Sie mit der Theorie oder mit der Praxis (Grundkurs) beginnen. Sie können also unsere Grund- und Aufbaukurse sowie die Theorieausbildung beliebig miteinander kombinieren Sie können aus mehreren Terminen wählen und z.B. den Grundkurs im April, den Aufbaukurs im August und die Theorie im Winter belegen. Prüfungen sind jeweils nach dem Aufbaukurs und dem Theoriekurs. Als einzige Reihenfolge ist zu beachten, dass der Grundkurs dem Aufbaukurs vorangehen muss und dass der Crashkurs nur nach Besuch eines Grundkurses möglich ist.
Die Theorie-Ausbildung (AT) findet in Nürnberg an acht Abenden, oder als Crash-Kurs (AC) an einem Wochenende am Brombachsee, statt.
Die praktische Ausbildung besteht aus dem Segel-Grundkurs (GR) und dem Praxis-Aufbaukurs (AP) und findet am Kleinen Brombachsee statt. Die Kurse dauern jeweils fünf Tage, entweder von Montag bis Freitag, oder über mehrere Wochenenden verteilt.
Die Kompaktkurse (AK) beinhalten aufeinanderfolgend: Grundkurs, Theorie-Crash-Kurs, und Praxis-Aufbaukurs. Somit ist es möglich, in den Ferien in nur zwei Wochen den Führerschein. zu absolvieren.
Wenn Sie gleichzeitig die Prüfung für den Motorbootführerschein ablegen möchten, sind ca. 3 Fahrstunden im Einzelunterricht notwendig, die individuell vereinbart werden können und während des Aufbaukurses stattfinden. Die praktische Motorbootausbildung findet auf dem Main-Donau-Kanal statt.

SBF-Binnen-Motor:

Ich besitze den SBF-See. Was wird für den SBF-Binnen-Motor angerechnet?

Wer im Besitz des SBF- See ist (SBF = Sportbootführerschein), bekommt die praktische Prüfung für den SBF-Binnen unter Motor und die Knotenprüfung angerechnet. Es ist also nur die Theorieprüfung notwendig. Zum Antrag auf Prüfungszulassung muss eine Kopie des SBF-See beigefügt und das Original zur Prüfung mitgebracht werden.

Welche Prüfung zuerst – Theorie oder Praxis?

Die Reihenfolge spielt keine Rolle. Sie können die Theorie- und Praxisprüfung auch am gleichen Tag absolvieren.

Wenn ich den SBF-See besitze, ist dann der SBF-Binnen gleich mit inbegriffen?

Nein, da die Vorschriften im Binnenbereich und Küstenbereich unterschiedlich sind, gibt es für jeden Fahrtenbereich eigenständige Führerscheine. Dies gilt sowohl für Motorbootführerscheine als auch für Segelscheine. Will man also sowohl auf Binnengewässern als auch an der Küste fahren, muss man im Besitz beider Sportbootführerscheine (SBF-Binnen und See) sein.
Die beiden amtlichen Motorbootführerscheine SBF-See und SBF-Binnen können jedoch gemeinsam erworben werden. Es werden dann zwei Theorieprüfungen abgelegt, aber nur eine Praxisprüfung für beide Führerscheine.

SBF-See:

Ich möchte den SBF-See und SBF-Binnen erwerben. Läßt sich die Ausbildung verkürzen?

Wenn Sie beide Führerscheine erwerben möchten, empfehlen wir Ihnen, zunächst den Kurs SBF-See zu belegen und ihn im Anschluss um den Zusatzkurs SBF-Binnen zu erweitern. Der Zusatzkurs verkürzt sich dann auf einen Abend, da ein großer Teil des Stoffes identisch ist. Außerdem wird Ihnen die praktische Prüfung des SBF-See für den SBF-Binnen angerechnet. Sie sparen so Zeit, Geld und Nerven. In der umgekehrten Reihenfolge ist das aber nicht möglich.

Welche Prüfung zuerst – Theorie oder Praxis?

Die Reihenfolge spielt keine Rolle. Sie können die Theorie- und Praxisprüfung auch am gleichen Tag absolvieren.

SKS:

Was bedeutet der Sportküstenschifferschein (SKS)?

Der Sportküstenschifferschein (SKS) ist der amtliche Führerschein für Segel- und/oder Motoryachten für Küstengewässer aller Länder innerhalb eines 12 Seemeilen-Bereiches.
Beim SKS handelt es sich um einen freiwilligen Führerschein, der aber (wie der frühere BR-Schein) von einigen  Charteragenturen und Versicherungen als Befähigungsnachweis verlangt wird. Der SKS kann wahlweise für Motoryachten (nur mit Antriebsmaschine) oder für Segelyachten (mit Antriebsmaschine und Segel) erworben werden.

Der SKS ist vorgeschrieben zum Führen von gewerbsmäßig genutzten Sportbooten in Küstengewässern bis 12 Seemeilen. Der SKS kann wahlweise für Motoryachten (nur unter Motor) oder für Segelyachten (unter Motor und Segel) absolviert werden.

Welche Vorkenntnisse brauche ich für den SKS?

Der Besitz des amtlichen Sportbootführerschein-See ist Voraussetzung für die Teilnahme an einer SKS-Prüfung.
Wer den SKS nur unter Motor absolvieren möchte, hat mit dem SBF-See ausreichende Vorkenntnisse
Für Teilnehmer, die die SKS-Prüfung unter Motor und Segel absolvieren möchte, müssen wir für den Unterricht vergleichbare praktische und theoretische Kenntnisse voraussetzen.
Die Prüfungsrichtlinien für den SKS setzten zwar keinen Führerschein für Binnengewässer voraus. Wer jedoch diesen Segelführerschein nicht besitzt, muss sich das entsprechende Theoriewissen dennoch aneignen, da wir bei der Ausbildung für den SKS auf dem Niveau des Segelführerscheines für Binnengewässer aufbauen.
Allen „Segel-Einsteigern“ empfehlen wir deshalb, vor dem SKS-Kurs zumindest einen praktischen Segelgrundkurs zu belegen und sich das theoretische Basiswissen im Selbststudium anzueignen. Noch besser wäre, gleich den Binnen-Segelschein (SBF-Binnen unter Segel oder VDS-Segelschein Jolle/offes Kielboot) zu absolvieren .

Wie läuft die SKS-Prüfung ab?

Theorie-Prüfung:
Die schriftliche Prüfung zum Erwerb des SKS wird in zwei Teilen abgelegt:
Bearbeitung eines Fragebogens (Zeit: 90 Minuten)
Bearbeitung einer Kartenaufgabe (Zeit: 90 Minuten)
1. Fragebogen
Jeder Fragebogen besteht aus 30 Fragen, die wie folgt aus dem amtlichen Fragenkatalog ausgewählt werden:
9 Fragen aus dem Fach Navigation
7 Fragen aus dem Fach Schifffahrtsrecht
5 Fragen aus dem Fach Wetterkunde
9 Fragen aus dem Fach Seemannschaft
Für die Bearbeitung des Fragebogens stehen 90 Minuten zur Verfügung. Jede Antwort wird mit 0 oder 1 oder 2 Punkten bewertet. Halbe Punkte werden nicht vergeben. Es können also maximal 60 Punkte erreicht werden. Das Ergebnis wird wie folgt bestimmt:
32 Punkte oder weniger: nicht bestanden
33 – 38 Punkte: mündliche Prüfung erforderlich
39 – 60 Punkte: bestanden
2. Kartenaufgabe
Jede Kartenaufgabe besteht aus 15 Fragen mit jeweils 1 – 2 Teilen, von denen etwa 3 Fragen die Gezeitenkunde betreffen. Für die Bearbeitung der Fragen werden die im Kopf der Kartenaufgabe genannten Hilfsmittel sowie Navigationsbesteck benötigt. Es stehen 90 Minuten zur Verfügung. Jede Antwort wird mit 0 oder 1 oder 2 Punkten bewertet. Halbe Punkte werden nicht vergeben. Maximal 30 Punkte können erreicht werden. Das Ergebnis wird wie folgt bestimmt:
16 Punkte oder weniger: nicht bestanden
17 – 19 Punkte: mündliche Prüfung erforderlich
20 – 30 Punkte: bestanden
Hinweis zur Theorieprüfung:
Die theoretische Prüfung kann auf Wunsch auch in zwei Teilen (Fragebogen und Kartenaufgabe) zu unterschiedlichen Zeiten abgelegt werden.
Praxis-Prüfung:
Die praktische Prüfung muss auf einer hochseegängigen Yacht im Küstenbereich durchgeführt werden. Sie dauert pro Prüfling max. 30 Minuten und besteht aus folgenden Prüfungsteilen:

Pflichtmanöver:

  • Rettungsmanöver unter Segel
  • Rettungsmanöver mit Maschinenunterstützung
  • Rettungsmanöver mit Antriebsmaschine
  • Ablegen mit Antriebsmaschine
  • Anlegen mit Antriebsmaschine
  • Wenden oder Halsen/Q-Wende
  • Beidrehen/Beiliegen

Zunächst müssen die o.g. Pflichtmanöver bestanden werden (max. 2 Versuche), danach wird eine Auswahl aus weiteren Aufgaben verlangt: Sicherheitseinweisung, Notrolle, Lifebelt, Leinenführung beim An-/Ablegen,Segel setzen/bergen, Reffen, Aufschießer, Drehen und/oder Aufstoppen auf engstem Raum unter Motor, Ankern, Bestimmung von Schiffsort und Kurs, GPS, Arbeiten mit Kompass, Wetterinstrumente, Wetterlage zum Zeitpunkt der Prüfung.
Zeitlicher Ablauf
Alle Prüfungsteile (Fragebogen, Kartenaufgabe und Praxisprüfung) müssen innerhalb von zwei Jahren abgelegt werden. Eine Verlängerung ist nicht möglich (auch keine Ausnahmen)!!

Welche Prüfung zuerst – Theorie oder Praxis?

Bei der SKS-Ausbildung empfehlen wir, vor der praktischen Prüfung den Theoriekurse zu besuchen. In der Theorie werden die Navigationskenntnisse vermittelt, die während des Ausbildungstörns praktisch angewendet werden. Navigation ist Bestandteil der SKS-Praxisprüfung.
Wenn Sie jedoch Ihre Praxisausbildung (und das Erreichen der geforderten 300 Seemeilen) auf zwei einwöchige Törns aufteilen, können Sie einen der beiden Törns auch vor der Theorieausbildung einplanen.

SSS/SHS:

Wozu braucht man den Sport(hoch)seeschifferschein (SSS / SHS)?

Der Sportseeschifferschein (SSS) und der Sporthochseeschifferschein (SHS) sindt lt. § 15 der SeeSportbootVO gesetzlich vorgeschrieben für Skipper eines gewerblich genutzten Sportbootes (z.B. Ausbildung oder ähnlich Sport- und Freizeitzwecke) sowie für Skipper von Traditions- oder Museumsschiffen (von 15 bis 25 Meter Länge).
Der Geltungsbereich des SSS umfasst die Küste bis zu einer Entfernung von 30 sm vom Ufer, zusätzlich die Seegebiete der Nord- und Ostsee, des Kanals, des Bristolkanals, der Irischen und Schottischen See sowie des Mittelmeers und des Schwarzen Meeres.
Auch wenn Sie nicht planen, in diesem Bereich als Skipper tätig zu werden, ist der Erwerb des SSS und SHS jedem Schiffsführer zu empfehlen. Sie „zwingen“ sich einerseits durch die Vorbereitung auf die Theorie- und Praxisprüfung sich intensiv mit Seemannschaft, Schifffahrtsrecht, Navigation, Wetterkunde und praktischer Schiffsführung auseinander zu setzen. Freiwillig, ohne die Prüfung vor Augen, würden Sie das wohl nicht so intensiv tun. Andererseits können Sie mit Besitz des SSS und des SHS anderen gegenüber Ihre Befähigung und Erfahrung nachweisen (z.B. einer Crew, die noch nie mit Ihnen gesegelt ist).

Wo gilt der SSS / SHS?

Der SSS gilt weltweit in der 30-Seemeilen-Zone sowie auf allen Seegebieten der Nord- und Ostsee, des Kanals, des Bristolkanals, der Irischen und Schottischen See, des Mittelmeeres und des Schwarzen Meeres.
Der SHS gilt weltweit.

Sprechfunkzeugnisse:

Welche Funkzeugnisse gibt es?

Arten der Funkzeugnisse:
Zur Ausübung des Seefunkdienstes bei Seefunkstellen auf Schiffen, die nicht dem SOLAS-Übereinkommen unterliegen – also z. B. auf Sportfahrzeugen – berechtigen folgende Funkzeugnisse:

Allgemeines Funkbetriebszeugnis (Long Range Certificate – LRC)
berechtigt zur uneingeschränkten Ausübung des Seefunkdienstes bei Sprech-Seefunkstellen und Funkeinrichtungen des GMDSS (global maritime distress and safety system)

Beschränkt Gültiges Funkbetriebszeugnis (Short Range Certificate – SRC)
berechtigt zur Ausübung des Seefunkdienstes bei Sprech-Seefunkstellen, Schiffs-Erdfunkstellen und Funkeinrichtungen des GMDSS für UKW (GMDSS = global maritime distress and safety system).

UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)
Dieses Zeugnis berechtigt, eine Funkanlage auf Binnengewässern zu bedienen.
Das  UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI) berechtigt jedoch nicht zur Teilnahme am Seefunkdienst! Gleiches gilt umgekehrt auch. Für das Bedienen z. B. von Satelliten-Seenotfunkbaken (Sat-EPIRB) ist der Besitz eines Funkzeugnisses nicht erforderlich.
Voraussetzungen für den Erwerb eines Seefunkzeugnisses:

Der Bewerber erhält ein Seefunkzeugnis, wenn er hierfür das erforderliche Alter (für LRC Vollendung des 18. bzw. für SRC und UBI des 15. Lebensjahres) erreicht hat und die Prüfung besteht.

Welches Funkzeugnis brauche ich?

Für Binnengewässer ist das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI) vorgeschrieben.

Für Küstengewässer ist das beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis (Short Range Certificate – SRC) für UKW ausreichend.
Nur wer auch außerhalb der Reichweite der UKW-Seefunkstellen am Seefunk über Grenz- und Kurzwelle oder aber am Satelliten-Funkdienst (INMARSAT) teilnehmen will, braucht das Long Range Certificate (LRC). Charteryachten sind in der Regel nicht mit Grenzwellen- oder Satelliten-Anlagen ausgestattet.